Schilddrüsenhormone notwendig?

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Forum Hormontherapie

11.08.2019 | 10:32 Uhr

Wenn sich in den WJ die Hormonsituation ändert, betrifft das auch oft die Schilddrüse - eine Entzündung, wie z. B. Hashimoto, kann sich dann erstmals zeigen. 

Aber auch die Herren können Schilddrüsenprobleme haben. Ein Übergewicht von 10 KG kann auf eine Unterfunktion hinweisen. Kommen dann noch ein erhöhter TSH von über 4 und grenzwertig niedrige freie Werte dazu, sollte man genauer hinschauen. 

Eine normale Schilddrüse hat ein Volumen von ca. 18 ml. Ist die SD nur 8 ml groß, kann sie natürlich nicht genügend Hormone produzieren. Sind dann auch noch Antikörper erhöht und die SD echoarm, ist eine Entzündung im Gange. In einem solchen Fall sollte man einen Endokrinologen zu Rate ziehen, um Hashimoto evtl. auszuschließen.

In dieser Situation sollte auf jeden Fall die kleine SD unterstützt werden, indem ihr SD-Hormone zugeführt werden. Allerdings sollten bei älteren Patienten die Hormone eingeschlichen werden, z.B. 12,5 Mikrogramm 3 Wochen, dann 25 für 6 Wochen, dann Kontrolle. Der Arzt entscheidet dann, ob und wie evtl. weiter gesteigert werden soll.

Eine Gabe von nur Jod und Selen, würde die SD zwar zur Hormonproduktion anregen, allerdings wäre sie aufgrund ihrer zu geringen Größe, im vorliegenden Fall, nicht in der Lage, dies zu leisten. Sie würde evtl. "wachsen" und es würden sich Knoten bilden.

Was Übergewicht anrichten kann bezüglich der Herzgesundheit usw. ist ja hinlänglich bekannt. Aber auch in Bezug auf Lebensqualität, sollte man sich doch an eine vom Arzt verordnete Medikation halten. Eine Unterfunktion der SD kann vielerlei Symptome auslösen.

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12.08.2019, 07:56 Uhr
Antwort

Bei Interesse beantworte ich auch gern Fragen zum Thema.

LG S. Lilli