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Frühzeitige Wechseljahre mit 33, was nun?!

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Forum Hormontherapie

10.10.2019 | 20:57 Uhr

Hallo zusammen.
Meine Frauenärztin hat mir vorgestern die "Diagnose" Wechseljahre per Telefon mitgeteilt, was mich aus allen Wolken gerissen hat! Ich bin jetzt natürlich noch sehr uninformiert und hoffe, hier ein paar Tipps und Hinweise zu erhalten, wie ich nun mit der Dioagnose umgehen und was ich unternehmen kann. 


Ich bin noch keine 34 und wollte eigentlich jetzt mit Baby Nr. 2 schwanger werden (Nr. 1 ist knapp 3 Jahre alt). 
Einen Hormontest habe ich eigentlich nur machen lassen, weil ich mich schon seit einiger Zeit nicht "gut" fühle. Teilweise starke Stimmungsschwankungen, drepressive Verstimmungen, Spannungsgefühl in der Brust, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schmerzen beim GV und vermehrt Infekte im Scheidenbereich. Nach meiner bisherigen Recherche alles ANzeichen für die Wechseljahre :(


Mit dem Verdacht auf Wechseljahre habe ich nun wirklich nicht gerechnet!
Beim ersten Bluttest war der FSH mit knapp 40 erhöht, beim 2. Tets lag er bei 34 und der AMH war etwas zu niedrig. 
Meine Frauenärztin ist leider momentan total überlastet und hat mir die Diagnose auch nur per Telefon"sprechstunde" mitgeteilt und möchte mich nun sehr gerne so bald wie möglich an eine Kinderwunschklinik abschieben, so habe ich zumindest das Gefühl. Einen Termin zur Beratung bei meiner Gyn erhalte ich frühestens im Januar, so lange möchte ich natürlich nicht warten. Ich fühle mich nun sehr allein gelassen mit meinen Ängsten, und je mehr ich im Internet lese (ich weiß, sollte man nicht tun), desto überforderter werde ich. 
Auf diesem Wege suche ich Gleichgesinnte, die mir mit Rat zur Seite stehen können. Z.B., welche Gynäkologen in NRW/Raum Lippstadt/Dortmund/NRW sich auf Kinderwunsch trotz beginnender Menopause spezialisiert haben. Welche Medikamente und/oder unterstützende Maßnahmen es gibt, in Hinblick auf die oben beschriebenen Symptome sowie den Kinderwunsch, etc etc. 
Ich weiß ja noch nicht mal, welche Fragen genau ich meiner Gyn stellen soll :(

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10.10.2019, 23:16 Uhr
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Liebe Fina,

das tut mir sehr leid für dich.

Ich selbst bin auch so zeitig in die WJ gekommen und mache seit Ende 30 eine Hormonersatztherapie. 

Kinderwunsch hatte ich keinen mehr, deshalb war das relativ einfach für mich und ich fühlte mich auch sehr bald wieder besser. Vor allem die psychischen Probleme machten mir zu schaffen.

Mit Kinderwunsch ist das natürlich alles viel komplizierter. Ich würde dir daher raten, dich bei einer Kinderwunschseite im Netz anzumelden. Aber erst einmal musst du tatsächlich die Ergebnisse bzw. Behandlungsmöglichkeiten der Kinderwunschklinik abwarten. Hormonwerte schwanken ja auch stark in dieser Phase.

Falls keine Möglichkeiten mehr bestehen sollten, den KiWu zu erfüllen, würde ich dir raten, umgehend mit einer HET zu beginnen und eine Wechseljahrespille einzunehmen. Nur so kannst du der vorzeitigen Organalterung entgegenwirken.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg bei der Behandlung.

LG Lilli

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11.10.2019, 10:36 Uhr
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Ach ja, hab ich noch vergessen. Da du nach Medis fragtest - Progesteron gibt man für gewöhnlich in der KiWu-Klinik. Würde dir auch zwischenzeitlich helfen.

LG Lilli

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17.10.2019, 20:34 Uhr
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Guten Abend Lilli,

vielen Dank für deine Rückmeldung und die Tipps.
Morgen habe ich erstmal einen Termin bei einer anderen Frauenärztin, die mich hoffentlich besser aufklärt als die andere. Mittlerweile habe ich mich auch etwas eingelesen, wobei die Informationen teilweise sehr widersprüchlich sind. 
Was meinst du mit Organalterung? Dazu habe ich nichts konkretes gefunden, außer das erhöhte Osteoproroserisiko. 

Und wenn ich das richtig verstehe hat Frau die Wahl zwischen Pest und Colera? Mit Hormonersatzthearpie gibt es Risiken und Nebenwirkungen, behandelt man nicht mit Hormonen kann sich das auch negativ auf den Körper auswirken. Also die Frage, will ich später kaputte Knochen und Demenz haben oder durch Schlaganfall, Thrombose oder Brustkrebs sterben. In meiner Familie ist gerade das Brustkrebsrisiko sehr erhöht, weswegen mich eine Hormontherapie zumindest momentan und mit meinem Halbwissen eher abschreckt. Mal abwarten, was die Frauenärztin morgen sagt.

Muss ich eigentlich auch zu einem Endokrinologen gehen, um den Hormonspiegel genauer beobachten zu lassen?