Was tun bei HET und Histaminintoleranz ?

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

13.05.2019 | 11:08 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet,

ich verfolge ihren Rat nun schon sehr lange und ich bin unendlich dankbar, dass sie so vielen Frauen in manchmal hoffnungslosen Situationen weiterhelfen.

Auch ich habe derzeit zu kämpfen und weiß nicht weiter.

Ich bin 45 Jahre alt, bin 1,77 m groß und ca. 75 kg schwer. 2016 habe ich nach 15 Jahren Einnahme die Cerazette abgesetzt und seit dem steht meine Welt auf dem Kopf.

2016 gab es eine Osteoporose Messung, die war  altersgerecht. Vitamin D Wert war 2016 im Herbst auf 23 und mit Substitution von Dekristol 20000 ist er letztes Jahr im Herbst bei 64 gewesen, bei Referenzwert >75.

Weitere Werte TSH, T3 und T4 jeweils ok

Cholestinerase, Harnsäure und CRP immer leicht erhöht, HDL immer leicht drunter (45 - 65)

29.01.2018 am dritten Zyklustag

Estradiol 14,5 pg   FSH 25,0 mIE   LH 8,4 mIE   Prolaktin  7,7 ng   Testosteron   0,19 ng

07.02.19 ohne Zyklus

Estradiol  36 pg   FSH  60,8 mIE  Progesteron 0,83 ng,  ausserdem DHEAs 222 und rT3 0,33

Seit Mitte 2018 habe ich einen unregelmässigen Zyklus, von 8 bis 60 Tagen und es ist auch  keine richtige Regelblutung mehr, es blutet entweder 2 bis 3 Tage Tröpfchen oder mal ein paar Stunden stärker, dann aber oft nur an einem einzigen Tag.

Meine Beschwerden fingen an im Herbst 2016 mit Magen und Darm, Sodbrennen und Durchfall, psychische Probleme, Bluthochdruckspitzen,Herzrhytmusstörung, Hitzewallungen, Starke Schmerzen während des Blutens ( während der Tröpchen auch), Muskel und Gelenkschmerzen, Asthma, Schleimhauttrockenheit, Nasenbluten und gipfelten irgendwann in immer nur noch Schwindel und auch mehrere Male Umkippen...1 Jahr AU...

Ich versuche seit Herbst Hormone zuzuführen und scheitere immer wieder kläglich am Östrogen. Egal welche Marke, Sorte, Dosierung. (Ich reagiere ebenso auf hoöophatische Potenzen) Die Syptome waren immer gleich, der Unterleib fängt an zu krampfen (versucht zu bluten), mir wird schwindelig, ich bekomme ein heisses, rotes brennenden Gesicht, Herzrasen... Auf Anraten der Ärzte habe ich Ende April ein Gestagen zugeführt und sollte dies mit 1,5 mg Estradiol ergänzen. Dies sollte die ewigen Krämpfe unterbinden und die ewigen Mini Blutungen nebst Symptomen.

Ab dem dritten Tag habe ich angefangen zu heulen nach jeder Einnahme und die Symptome einer schweren Depression verstärkten sich von Tag zu Tag. Gynokadin hat diese depressiven Symptome gelindert und ich fühlte mich auch innerlich mit dem Östrogen herrlich...das erste Mal hatte ich ein Gefühl von innerer Ruhe...

Dann , nach einer Woche,waren alle meine Symptome wieder da, nur noch viel heftiger...

Herzrasen, Luftnot, Schwindel, Dauer Flush im Gesicht...

Ich bin dann auch wieder umgekippt...nach dem Verzehr von geräuchertem Fisch und dann zwei Tage später nochmal nach Verzehr von Krabben. Nach 10 Tagen habe ich das Gestagen wieder aufgehört. Eine Apothekerin im Notdienst gab mir dann auch die Hinweise auf Histamin und Östrogen und das Mastzellaktivierungssyndrom.

So, das Absetzen ist eine Woche her und ich weiß nicht weiter.

Ich nehme wieder das Famenita 100, was ich vorher genommen habe und mehrere Versuche mit Gynokadin, linsengroße Menge, ergeben eine absolute Überreaktion...

Antihistamine lassen mich wunderbar atmen, allerdings klappe ich allein bei Nasenspray schon zusammen, Progesteron 200 hat übrigens die gleiche Wirkung wie die Antihistamine. Ich fühlte mich mit Östrogen soooo gut und kann es nicht vertragen, was kann ich tun?

Mein Körper reagiert mega sensibel auf alles, ich merke sogar einen Lavendel oder Hopfen Tropfen von Ceres.

Ich weiß jetzt warum ich seit 2016 in so vielen Situationen umgekippt bin, immer in Verbindung mit Östrogenabfall oder Anstieg oder im Urlaub und am Woechenende am Meer mit Fisch...ich weiß nur nicht was ich jetzt tun kann um mich zu stabilisieren?

Ich hoffe sie haben noch Ideen für mich

Viele Grüße aus dem Norden

 

 

 

 

 

 

 

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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14.05.2019, 07:34 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Es tut mir leid, dass es Ihnen immer wieder bei der Hormonanwendung schlecht geht! Ihre Eierstöcke haben frühzeitig ihre Hormonproduktion eingestellt und Sie sind grunds auf die Zufuhr von Hormonen angewiesen.  Weder Östradiol noch Progesteron machen Nebenwirkungen!  Sie haben die Hormone selbst 30 Jahre gebildet!!! Es kann also nur an sog. Zusatzstoffen liegen, wenn Sie etwas nicht vertragen.

Es gibt verschiedene kombinierte WJ-Präps, welche am besten zum Abendbrot eingenommen werden; eine bewährte Zusammensetzung enthält 1 mg Östradiol und 5 bzw. 10 mg Didrogesteron. Damit es nicht zu einer psycho-somatischen Reaktion kommt, empfehlen die Leitlinien am Morgen 10 mg Paroxiten zus. ein zu nehmen; das leichte Anti-Depressivum schwächt auch die WJ-Beschwerden ab.