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Was passiert bei beidseit. Eierstockentfernung in d. Menopause?

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

02.04.2021 | 21:03 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Bohnet,

ich weiß gar nicht, ob ich hier wirklich richtig bin...

Ich bin 55 Jahre alt, seit 5,5 Jahren in der Menopause und habe beidseitig an den Eierstöcken zystische Veränderungen, links 5,2 x 3 x 5 cm, rechts 5,2 x 5,0 x 8,8 cm. Hatte gestern ein Gespräch zur Op gehabt, dass beide Eierstöcke mit Eileitern laparaskopisch entfernt werden sollen.

Etwas Wechseljahresbeschwerden hatte ich am Anfang, jetzt eigentlich kaum Beschwerden, habe auch noch nie etwas gegen Wechseljahresbeschwerden einnehmen müssen. Habe eine Osteopenie und habe rheumatoide Arthritis. Was kann auf mich zukommen, hinsichtlich der letzten fehlenden Hormone? 

Vielen Dank und

beste Grüße

maiengel12

 

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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03.04.2021, 10:14 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet
Bei ca. 2 % der Frauen in Ihrem Alter werden noch geringe Mengen an Hormone gebildet, was sich u.a. durch Zystenbildung ausdrücken kann. Die vorgesehene OP ist durchaus den Leitlinien der Fachgesellschaft entsprechend. - Danach dürften aber keine Hormone gebildet werden, sodass Sie höchstwahrscheinlich typische WJ-Symptome entwickeln. Dem wird am besten gegengesteuert, wenn Sie z.B. abend vor dem Schlafengehen einen Hub Östradiol Gel auftragen; es ist das körpereigene Hormon, was die Eierstöcke bilden. Da dadurch aber die GBM-Schleimhaut aufgebaut wird, brauchen Sie auch Progesteron-Kapseln. Gerade bei rh. A. sollten Sie hormonell optimal eingestellt sein.
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