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TSH Wert nach Beendigung HET

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

25.03.2020 | 14:08 Uhr

Lieber Herr Dr. Bohnet,

ich bin 56 Jahre alt, 165 cm groß und wiege 59 kg.

Vor 3 Monaten habe ich meine HET mit Gynokadin und Famenita beendet. Stand heute habe ich keinerlei WJ beschwerden mehr.

Das einzige was mir Sorgen macht sind meine SD Werte ( Nehme schon seit 20 Jahren LT 75 ). Während der HET waren die TSH Werte zwischen 1,8 und 2,2. Jetzt nach Beendigung der HET lies ich vom HA meinen TSH Wert überprüfen, er lag bei 3,56. Mein Arzt meinte, LT auf 88 erhöhen. Ich wollte noch eine Zweitmeinung von meiner Endokrinologin, die meinte bei 75 bleiben. Meine momentanen Symptome sind Antriebsschwäche, die ich aber unter der HET auch schon hatte.

Wie ist ihre Meinung dazu, auf 88 erhöhen, oder bei 75 bleiben ?

Knochendichte ok, VD3 liegt bei 25,9

Viele Grüße und bleiben Sie gesund

Eisblau

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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25.03.2020, 16:10 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Nach den neuesten (Rotterdam) Empfehlungen ist es gut, wenn Ihr TSH höher, d.h. durchaus bei 3,5 liegt, da damit offensichtlich die höchste Lebenserwartung verbunden zu sein scheint! Außerdem muss bei jedem Wert ein Meß-variabilität von ca. 15% eingerechnet werden.

Warum haben Sie mit der HT aufgehört?

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25.03.2020, 16:39 Uhr
Antwort

Danke für die schnelle Antwort !

Durch die HET hat sich bei mir eigentlich nicht viel  verändert. Ich habe eigentlich damit begonnen, weil ich psychische Probleme bekam, vorallem Angstzustände, da hatte ich große Hoffnungen in die HET gesteckt, dass diese Symptome dadurch verschwinden würden. Hitzewallungen oder Schlafstörungen hatte ich vor ein paar Jahren einmal, das ist aber nicht mehr relevant.

Meine einzige Sorge gilt jetzt meinem TSH Wert und der Antriebsschwäche, die schon sehr ausgeprägt ist.

Meine Mutter ist 87 Jahre alt und hat einen TSH von 0,41 und kennt keine Antriebsschwäche.

Viele Grüße

Eisblau

Experte-Bohnet
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25.03.2020, 16:50 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Ausnahmen bestätigen die Regel. Außerdem können eine Reihe von üblichen Medikamenten das TSH beeinflussen.

Wenn Sie so lange die gleiche L-T-Dosierung hatten, warum soll dann sich plötzlich etwas ändern?! Alles Gute!