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Ständige Blutungen Haarausfall Gewichtszunahme

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

12.01.2020 | 11:18 Uhr

Ich bin 52 Jahre, 170 cm und inzwischen 76 kg schwer. Seit nun 2 Jahren habe ich Wechseljahresbeschwerden und nichts hilft mir zufriedenstellend.

Seit 2 Jahren unregelmäßiger Zyklus mit starken Blutungen und starken Zwischenblutungen. Anfang 2019 dann Ausschabung der Gebärmutter, keinerlei Auffälligkeiten. Blutungen blieben unverändert stark. Inzwischen oft Drang zur Toilette, sehr starke Stimmungsschwankungen, Haarausfall im Scheitel sichtbar. Gewichtszunahme!

Mein FA verschrieb mir daraufhin Tabletten Estramon 1mg/2mg. Leider blieb es bei den Blutungen und Zwischenblutungen. Nach 3,5 Monaten verschrieb mir die Gyn Qlaira eine Pille. Diese nehme ich jetzt 3 Monate. Leider bekomme ich um den 12-14 Tag eine Zwischenblutungen bei der viele Gewebsstücke sichtbar sind. Und ist die gut weg kommt meine Periode. Kein Spaß! Die Haare bessern sich auch nicht und an Gewicht kamen nochmal 2 kg drauf. Und zwar am Bauch. Sehe aus wie eine hochschwangere.
Ich nehme nun noch Blutdruckmedikamente ein.
Zwei Gynäkologen sind nicht bereit mal einen Hormonspiegel zu machen, denn schließlich zahlt die Kasse das nicht und WJ‘s seien ja offensichtlich.

Was kann ich tun damit das ein Ende hat. Ich leide unter den Blutungen, Gewichtszunahme und besonders den immer dünner werdenden Haaren.
Was können Sie mir raten?

Bin übrigens sterilisiert und die Pille Qlaira soll ich selber zahlen! 

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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13.01.2020, 07:43 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Es tut mir leid, dass Sie so wenig Kooperation erfahren! Leider muss ich dies öfters im Forum hören.

Bei 90 % der Frauen sind die Eierstöcke mit 53 praktisch erloschen; dementsprechend haben Sie eine wechselnde Restaktivität.

Ne Pille setzt man in Ihrer Altersgruppe praktisch nicht mehr an, weil mit zunehmendem Alter (und Gewicht) das Thrombose-Risiko ansteigt.

Alternativ zu Q gibt es entsprechendes Kombi-WJ-Präp mit 1 mg Östradiol und 2 mg Dienogest. Lassen Sie sich dies verschreiben und nehmen zum Abendbrot 1 Dragee über 21-24 Tage; dann Pause von 4 - 7 Tagen, in der dann eine sog. Abbruchblutung kommt. So bekommen Sie zumindest erstmal regelm. Perioden, die im Laufe der Anwendung immer schwächer werden!

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13.01.2020, 07:59 Uhr
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Vielen Dank für Ihre Antwort. Aber das wären dann auch wieder z.B Estramon Tabletten? Darunter hatte ich auch ständig Blutungen. Oder ist das etwas Anderes?

Experte-Bohnet
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13.01.2020, 08:47 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Die Zusammensetzung gibt es von versch. Herstellern; sie hat sich mir sehr bewährt, wenn das Kombi-Präp "richtig" eingenommen wird! Erfahrungsgemäß kommt es innerhalb von 3 Einnahmephasen zu stabilen Zyklen!

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17.01.2020, 10:14 Uhr
Kommentar

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich war zwischenzeitlich bei meiner Gyn.

sie hat mir wie von Ihnen empfohlen nochmals ein Hormon aufgeschrieben mit 1mg Estradiolvalerat und 2mg Dienogest. Allerdings soll ich das ohne Pause durch nehmen

die Qlaira habe ich sofort abgesetzt (waren nur noch 2 rote und zwei weiße drin) und durch das Estramon ausgetauscht. Noch am gleichen Tag wurde die Blutung wieder stärker und seit Dienstag wird die Blutung nicht weniger. Das Blut ist hellrot und dabei sind sehr viele glibbrige Fetzen die mit abgehen. Ich blute jetzt seit 14 Tagen unentwegt. Mich beunruhigt das sehr 

Wie bekommt man das in den Griff bzw. wieso sind diese Blutungen da?

Experte-Bohnet
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18.01.2020, 06:24 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Ich empfehle das Präp zunächst zyklisch zu nehmen, d.h. 24 Tage (zum Abendbrot), dann 4 Tage Pause! In einigen Monaten, wenn dann keine Blutungen mehr kommen, könnten Sie das Präp durchgehend einnehmen.

Hatte Ihre Gyn Sie nicht untersucht, Ultraschall? Haben Sie zwischen Q und dem neuen Präp keine Pause gemacht. - Lassen Sie nochmals alles weg, um zu sehen, ob es dann aufhört. Ansonsten muss an eine sog. Ausschabung gedacht werden.

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18.01.2020, 09:48 Uhr
Kommentar

Guten Morgen

nein untersucht hat sie mich nicht, da die Blutungen zu stark sind.

Eine Ausschabung hatte ich im März 2019. Da hatte ich auch immer mal wieder sehr starke Blutungen. Der Befund war unauffällig

Nein eine Pause sollte ich nicht machen. Sondern gleich 1:1 ersetzen.

Sie meinte es kann sein, dass ich vielleicht kleinere Myome in der Gebärmuttermuskelwand hätte. Aber ist nicht ganz sicher auf den US Bildern vom letzten Sommer

Vllt noch als Anmerkung ich hatte 7 Schwangerschaften, eines verlor ich ! Alle Geburten waren spontan bis auf die Letzte das war ein Kaiserschnitt 2006),

was genau sind denn diese glibberigen Fetzen die da mit abgehen?

Mit freundlichen Grüßen 

 

 

 

 

 

Experte-Bohnet
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18.01.2020, 14:49 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Dann machen Sie wirklich mal ne Pause! Wenn dann die Blutung evtl. doch deutlich nachlässt (nach 4 - 7 Tagen?), dann neu beginnen! - Was die Fetzen bedeuten, kann ich schwer sagen, vielleicht Fibrin von der Blutgerinnung.