Hilfe ohne Hormone

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

04.02.2019 | 12:15 Uhr

Hallo,

bin 44 Jahre alt und leide seit zirka 6 Monaten an Wechseljahrsbeschwerden. Zu den schlimmsten Symptomen gehören nächtliche Schweißausbrüche und schlaflose Nächte. Hinzukommen Stimmungsschwankungen vor der Periode, Durchfall vor der Periode und stärkere Blutungen als sonst. Die Blutungen kommen noch regelmäßig, sind aber stärker als früher. Habe zwei Monate remifemin genommen, aber das Mittel zeigte keinerlei Wirkung. War wegen Hormonersatztherapie beim Frauenarzt. Da meine Schwester an Brustkrebs erkrankt ist, wurde mir dringend davon abgeraten. Hormone kämen für mich nicht infrage. Was kann man stattdessen nehmen, um das Leben erträglicher zu machen? Im Moment extrem erschöpft. Hatte versucht, meine Schlaflosigkeit durch Schlafrestriktion in den Griff zu bekommen, aber das habe ich nicht durchgehalten, weil ich wegen der Schweißausbrüche in der kurzen Zeit wo Schlaf erlaubt war auch nicht schlafen konnte, Baldrian wirkt nicht. 

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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05.02.2019, 07:33 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Das sind Sie aber ordentlich im Regen stehen gelassen! - Man kann heute die Brustkrebsgene bestimmen! Dann weiß man, ob Sie wirlklich ein erhöhtes Risiko haben.

Da Sie offensichtlich, wie zu erwarten, noch "ausreichend" Östrogene bilden (nur die starken Schwankungen sind das Problem!), könnten Sie eine sog. Minipille, d.h. ein sog. Gestagen zum Abendbrot einnehmen. Auch wäre das Legen einer sog. Hormonspirale zu diskutieren, welche zum Verschwinden von Menstruationen beiträgt. Dann  könnten Sie niedrigst dosiert über die Haut mit Gel etwas körpereigenes Östradiol vor dem Schlafengehen auftragen. Diese Art der Therapie hat kaum, wenn überhaupt NW!

Gewicht?

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05.02.2019, 17:53 Uhr
Kommentar

Vielen Dank für die Einschätzung. Wie aufwendig ist es denn, die Brustkrebsgene zu bestimmen? In der Tat weiß ich nicht, ob es bei meiner Schwester erblich bedingter Brustkrebs ist, die Diagnose ist sehr frisch. Sonst hat keine Frau in der Familie Brustkrebs. Ihr wurde gesagt, der Krebs sei hormonell bedingt entstanden,
Wegen des Gels werde ich nochmal nachfragen beim nächsten Termin. 
Mein Body Mass Index ist normal. 61,7 Kilo bei 165 cm. Der Körperfettanteil ist bei mir leicht erhöht mit 34 Prozent. Wegen Ernähhrung und Wechseljahre bin ich gerade bei der Recherche. Ich werde den Kaffee gegen grünen Tee austauschen und versuche gerade weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Proteine zu essen. 

Experte-Bohnet
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05.02.2019, 07:34 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

PS Versuchen Sie reichlich Pflanzenöstrogene über die Nahrung auf zu nehmen, z.B. Soja-Produkte, Brokkoli u.a., trinken Sie tgl. einen L grünen Tee!

Experte-Bohnet
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06.02.2019, 07:44 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Ab und zu ne Tasse Kaffee ist Genuss und kann nicht schaden! 

Hormone lösen keinen Brustkrebs aus! Allenfalls werden bereits vorhandene bösärtige Zellen zum Wachsen angeregt. Möglicherweise haben Sie es mit "Hormongegener" zu tun, welche die wissenschaftliche Daten negieren. - Sie haben für Ihr Alter doch eine super Figur! Lassen Sie sich nichts einreden!

Die Unters. der Veranlagung ist heute fast schon Routine und wird von der Krks. übernommen!