Avatar

HET mit Wechsel von Fem7 zu Gynokadin/Utrogest

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

03.03.2025 | 16:40 Uhr

Hallo,

nach längerem Suchen in den gesamten Forenbeiträgen habe ich mich nun doch dazu entschlossen, doch selbst eine Frage zu stellen, da ich zu meinem persönlichen Problem leider keinen passenden Beitrag gefunden habe.

Ich bin 44 Jahre alt, 164cm groß und 62 kg schwer.

Meine Zyklen dauernd 21-24 Tage.

 Ich mache regelmäßig Krafttraining und bin insgesamt eher aktiv.

 Meine Ernährung  ist vegan, supplementiere aber regelmäßig alle wichtigen Mikronährstoffe, es besteht kein Mangel.

 Mit 39 hat alles angefangen, nicht mehr wie gehabt zu funktionieren.  

Täglich massive Erschöpfung, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, migräneartige Kopfschmerzen, starke Übelkeit, Vergesslichkeit, Libiodoverlust. Nicht mehr alltagsfähig. 
Der Besuch bei meiner Gyn, bzw. später  auch in der Hormonambulanz brachten mich leider auch nicht wirklich weiter.

 Probiert wurden in insgesamt 5 Jahren: Utrogest allein in der 2. Zyklushälte, dann Rimkus, dann die Slinda.

Hormonmessungen ergaben wohl ein typisch prämenopausales BB mit normalem Ö und schwankendem P.

Ich muss jetzt dazu sagen, dass mein Mann selbst Arzt ist, jedoch kein Gyn. Da er und das Familienleben natürlich auch unter dieser Situation leiden, haben wir versucht selbst noch weiteres auszuprobieren.

Gelandet ist er bei Fem7 Conti. Ich weiß, dass man das normal nur verordnet, wenn man keine Menstruation mehr hat, in meiner Verzweiflung war mir das aber relativ egal.

Und fast ab dem ersten Tag ging es mir super. Fast alle Sympome verschwanden unter der Anwedung. Meinen Zyklus behielt ich ganz normal.

Bei der aktuellen Kontrolle bei meiner Gyn erzählte ich ihr das und sie war doch sehr verwundert. Ich bräuchte ja noch kein Ö und irgendwann würde die Dosierung nicht mehr anpassbar sein. Meine schleimhaut war im Sono aber völlig unauffällig. 

 Dies hat mich dennoch verunsichert. Auch bezüglich des Gestagens  Levonorgestrels, was ja kein bioidentisches P ist. 

Also wollte ich nochmal der Versuch mit BIH wagen, da der erste schon vor ca 3-4 Jahren war. In diesem Zeitraum kann sich ja doch nochmal etwas verändern. 

Da mir die konstante Gabe beider Hormone über das Pflaster anscheinend gut bekam, nehme ich aktuell 1 Hub Gynokadin morgens und zuerst 100 mg Utrogest durchgehend . Mit dieser Dosierung hatte ich jedoch wieder Übelkeit und Kopfschmerzen. Ich erhöhte auf 200 mg Progesteron abends. Insgesamt wurde es weiter besser. Jedoch habe ich noch kein so gutes Gefühl wie mit dem Pflaster. Die Übelkeit kommt wieder prämenstruell, die Stimmung ist nahe an einer Depression. Ebenso fühle ich mich im Becken „instabil“, was sich im Kraftsport ungünstig gestaltet.

 

Meine Frage daher:

Was könnte ich an der Dosierung optimieren?

Oder einfach wieder auf das Pflaster gehen?

 

Ich bedanke mich schon einmal im Voraus für eine Antwort!

 

 

 

 

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

6
Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
Beitrag melden
03.03.2025, 20:25 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Im Vordergrund steht aus meiner Sicht, dass es Ihnen gut geht, zumal Sie Jahre dazu brauchten, etwas zu finden, was Ihnen das Leben erleichtert. Insofern würde ich sagen, dass Sie wieder auf das Pflaster übergehen, denn bis Sie mit den WJ durch sind, kann es sich noch 10 J hinziehen.

Im Pflster ist ja eine geringe Gestagendosis vorhanden, die nach allem, was wir wissen, kaum das Brustkrebsrisiko ansteigen lässt, zumal Sie schlank sind.

Es hat sich aber auch besonders in Ihrer Altersgruppe das Legen einer sog. Hormonspirale bewährt, welche zuverlässig Menstruationen über ca. 8 Jahre verhindert. Wenn Sie später bei Bedarf Östradiol anwenden, so ist es ähnlich, als wenn keine GBM vorhanden ist, was allgemein langfristig als Vorteil angesehen wird.

Beitrag melden
03.03.2025, 20:46 Uhr
Kommentar

 Guten Abend und vielen Dank für Ihre schnelle Antwort,

die Spirale (Mirena) hatte ich mir nach der Geburt auf Anraten des Gyn setzen lassen und habe sie überhaupt nicht vertragen. Ich bekam Dauerblutungen

Also muss ich mir keine Gedanken machen, dass ich ein Präparat nehme, was eigentlich nicht für meine Altersklasse gedacht ist?!

Können Sie sich erklären, wieso die BIH nicht so gut wirken und ich mit einem vermeintlich "nicht geeignetem" Präparat gut zurecht komme? Nur damit ich es verstehen kann...

 

herzliche Grüsse

Experte-Bohnet
Beitrag melden
04.03.2025, 12:50 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Nun, ein Gestagen hat eine deutlich stärkere negative Rückkoppelung, wie der Fachausddruck ist, als das Progesteron, was eben von Vorteil sein kann! Alles Gute!