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HET bei Osteopenie und Endometriose

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

18.03.2025 | 09:02 Uhr

Liebe Experten, ich bin 52 Jahre alt (172 cm, 80 kg). Mit 30 Jahren bekam ich Endometriose, welche nach 3 Operationen und 2 Schwangerschaften durch die 3-Monatsspritze beschwerdefrei verlief. Mitte letzten Jahres habe ich die Spritze abgesetzt. Seither keine Blutungen. Anfang Februar war aufgrund einer Hüftdysplasie eine TEP-Versorgung einseitig erforderlich. Im Vorfeld wurde festgestellt, dass ich eine Osteopenie habe. Seither nehme ich wöchentlich 20.000 IE Vitamin D, Calcium und K2 (Wert im Blut nun bei 40). Die Ärzte raten mir zu einer HET. Hier habe ich aber unterschiedliche Auskünfte. Ein Arzt rät mir zu Femoston Conti 1/5, da orales Estradiol besser auf die Knochen wirke als über die Haut. Ein anderer Arzt verschrieb mir 2 Hübe Gynakodin und 200mg Famenita. Ich bin nun verunsichert, was in meinem Fall die bessere Lösung ist. Ich möchte natürlich insbesondere die Knochen stärken. Aber ich habe auch Angst davor, dass die Endometriose wieder aufflammt. 
Viele Grüße!

 

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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18.03.2025, 14:49 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihrer Körpermaße möchte ich zur Anwendung eines Hubes Ö-Gels unmittelbar vor dem Schlafengehen raten. Damit die GBM-Schleimhaut sich nicht aufbaut und die Endometriose "ruhig" bleibt, nehmen Sie ca. 1 Std vorher eine Kapsel mit 200 mg Progesteron. Diese Art der WJ-HT hat sich seit Jahrzehnten bewährt.

Nachdem Ihr Vit D-Spiegel sich erholt hat, sollten Sie tgl. nur 2000 E zu einer Mahlzeit einnehmen, in den Sommermonaten allenfalls 1000 E.

Wie sind die T-Werte bei der Knochendichtemessung ausgefallen?

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18.03.2025, 15:10 Uhr
Kommentar

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, vielen lieben Dank für Ihre zeitnahe Antwort. 
Der T-Wert im linken Femur gesamt lag bei -1,6. Der T-Wert im Lendenwirbelbereich lag bei L1: -0,8,  L2 -0,6, L3 -0,1 und L4 bei -1,2. 

Ich werde Ihren Rat befolgen und die Dosis bei einem Hub Gynokodin und 200 mg Progesteron belassen. 
Ist denn Progesteron auch richtig für mich? Die Gynäkologin will nach 3 Monaten auf ein künstliches Gestagen umstellen, wenn die Thrombosegefahr nach der Hüft-OP gesunken ist, da sie der Meinung ist, dass dieses bei Endometriose besser sei.  Hinsichtlich der Wechseljahre habe ich mit Schlafstörungen und gelegentlicher schlechter Laune zu kämpfen. Mir ist es wichtig, dass das künstliche Gelenk trotz der Osteopenie lange hält und die transsermale Gabe von Östrogen der oralen Gabe diesbezüglich nicht unterlegen ist. Vielen Dank für Ihr Engagement hier im Forum!!!!!


 

 

 

 

 

Experte-Bohnet
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18.03.2025, 17:29 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Was gibt es Besseres als körpereigene Hormone! Prog. erhöht nicht das Thromboserisiko und ich würde dabei bleiben!

Vermutlich wäre es gut, wenn Sie viel Radfahren bzw. einen sog. Heimtrainer benutzen und regelmäßig Rückengymnastik durchführen. Alles Gute! Melden Sie sich gerne nach der OP wieder!

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18.03.2025, 18:17 Uhr
Kommentar

Nochmals vielen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung! Ich wünsche Ihnen ebenfalls alles Gute! Liebe Grüße