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Brustspannen SEIT DER Progesterongabe

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

07.10.2020 | 14:33 Uhr

Sehr geehrter Professor Doktor Bohnet,   

ich (37 Jahre, 168/52 Kilo also schlank, Gewicht seit Jahren unverändert) habe eine Frage bzgl. der Progesteroneinnahme  (diese werde ich selbstverständlich auch mit dem behandelndem Arzt besprechen, Termin ist jedoch erst in mehr als 3 Monaten). 

Und zwar wurde bei mir vor ca. anderthalb Jahren Progesteronmangel festgestellt. Östradiol lag bei meihrern Untersuchungen ca. bei 140 pg/ml, Progesteron leider bei nur ca. 1-5 ng/ml; beides in der Lutealphase gemessen. Prolaktin auch erwartungsgemäß etwas erhöht..). Symptomatisch war bei mir diesbezüglich  nicht viel direkt festzustellen, ausser vielleicht erniedrigter Stressresistenz und Müdigkeit, aber wer weiß ob die hormonell bedingt waren. Jedoch begleiten mich seit Jahren chronische therapieresistente skoliosebedingte Spannungskopfschmerzen, über den ganzen Zyklus hinweg, sowie Verdauungsbeschwerden, für die noch nie eine genaue Ursache gefunden werden konnte.  Nach dem Durchlesen von Büchern von Dr. Lee und anderen Autoren beschloss ich, es mit Progesteron zu versuchen, - unter anderem erhoffte ich mir, dass die Schmerzschwelle etwas angehoben wird und die Kopfschmerzen mein Leben nicht mehr so prägen würden. Bei meinem Arzt habe ich mich rückversichert, dass natürliches Progesteron derzeit nicht als karzinogen eingestuft wird, und habe eine 2%tige Creme im Ausland bezogen (biovea). In den ersten Tagen habe ich ca. 5 mg pro Tag geschmiert, also eine ziemlich kleine Dosis. Diese hatte bereits aber schon durschlagende Effekte - innerhalb von paar Minuten nach dem Schmieren reduzierten sich die akuten Nackenverspannungen bzw. die wahrgenommenen Schmerzen, wie ein Wunder nach Jahren erfolgloser Therapieversuche. Völlig unerwartet ist meine Verdauung auch etwas besser geworden - Magenschmerzen wurden viel weniger. Vielleicht bewirkt ja Progesteron eine Art Entspannung der Muskulatur sowie Hemmung der Prostaglandine?.. Jedenfalls,  mein Leben hat wieder Qualität und ich bin nicht mehr den Kopfschmerzen ausgeliefert. 

Nun zu meiner Frage: in den ersten PG-Monaten schwoll mein Busen stark an und wurde sehr empfindlich. Ich habe in Büchern dazu gelesen, dass PG zu Beginn auch die Östrogen - Rezeptoren aktiviert, was zu diesem Effekt führen kann (was für mich immer noch ein Mysterium ist, denn Progestogel zB wird ja genau GEGEN Brustschmerzen empfohlen). Das habe ich dann abgewartet und im Anschluss wurde es etwas besser, ging aber nie mehr richtig weg - seit dem PG habe ich immer in der zweiten Zyklushälfte etwas geschwollene und schmerzende Brüste (zuvor kannte ich das Problem gar nicht). Das könnte ich per se aushalten, denn Vorteile überwiegen diesen Nachteil deutlich, aber - natürlich kenne ich karzinogene Wirkung von zu viel Östrogen und frage mich, ob die schmerzenden Brüste ein Zeichen dafür ist, dass PG bei mir nun doch weiterhin zu Östrogen mitumgewandelt wird oder die Östrogenrezeptoren aktiviert. Das macht mir Sorgen. Leben mit Progesteronmangel wie zuvor macht mir aber auch Sorgen - die Kopfschmerzen bestimmten zu sehr bis dahin mein Leben. Trotz meiner Recherche habe ich keine eindeutigen Aussagen dazu finden können. 

Im aktuellen Bluttest lag Östradiol wieder wie immer bei 140 pg/ml, während Progesteron tatsächlich auf 12 ng/ml angestiegen ist. 

Ich wäre Ihnen dankbar für ein paar Überlegungen zur Frage, inwieweit transdermales natürliches Progesteron Östrogen aktiviert oder gar mit produziert, denn das würde die Sicherheit des Progesterons in Bezug auf Karzinogenität dann doch etwas ins Zweifel stellen..  ICH DANKE IHNEN! :)  

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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07.10.2020, 16:25 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Ehrlich gesagt, das passt alles nicht zusammen!

Progesteron geht im Gegensatz zum Östradiol, - beides körpereigene Hormone, welche von den Eierstöcken gebildet werden!-kaum durch die Haut durch! Ein Prog-Wert um 10 ng/ml tritt nur nach einem Eisprung auf oder wird nach Einnahme des Hormons gesehen!

Eine erhöhte Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken, sehe ich nicht!

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07.10.2020, 19:52 Uhr
Antwort

Guten Abend,

vielen Dank,

genau das ist das Problem. Das passt auch für mich nicht zusammen. Warum ich seit Beginn der Progesteronzugabe zum ersten Mal im Leben Mastopathie habe. Wo diese sonst dem Östrogenüberschuss zugeschrieben wird. 

Daher meine Vermutung, dass dies aufgrund der Aktivierung der Östrogenrezeptoren (s. Bücher von Dr. Lee) passierte und immer linear auftritt.   Bleibt also ein Rätsel.

Ich bedanke mich dennoch für Ihre Stellungnahme,

mit kollegialen Grüssen

N.W. 

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07.10.2020, 19:54 Uhr
Kommentar

*"immer linear auftritt" bitte streichen, sollte sich auf Progesteronzugabe-Mastophatie beziehen. 

Experte-Bohnet
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08.10.2020, 00:37 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

In der Tat sind wir alle unterschiedlich und Manches bleibt ungeklärt!

Experte-Bohnet
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08.10.2020, 00:37 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

kein Problem!