Alternative zu Hormonpflaster mit bio-identischen Hormonen

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

23.06.2019 | 20:56 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, ich bin 47 Jahre alt; mir wurden wegen starker Zystenbildung vor 20 Jahren die Eierstöcke entfernt ( 2 x Notoperation). Gebärmutter ist intakt. Nach diversen Versuchen mit Tabletten, fing ich vor ca. 18 Jahren an das transdermale Pflaster Fem7Combi/ später umbenannt in Fem7Sequi zu benutzen. Ich war damit einigermaßen zufrieden. Da es das Pflaster nun nicht mehr gibt, frühestens lieferbar Januar 2020 wurde mir jetzt Estramon Conti verschrieben. Das vertrage ich aber nicht gut - bin jetzt 5 Wochen mit dem Pflaster unterwegs und habe: Hitzewallungen, Schlafstörungen, geschwollene und empfindliche Brüste, Depressive Verstimmungen und jetzt auch noch Schmierblutungen (nachdem ich 20 Jahre nicht geblutet habe).

Ich habe ein Buch von John R. Lee gelesen: Natürliches Progesteron. Darin wird die These vertreten man solle mit bio-identischen Hormonen substituieren. Nämlich mit Estriol (!) kein Tippfehler von mir und mit Progesteron. Beides sinnvollerweise transdermal / über die Haut um die Leber zum umgehen.

Das Buch schlägt vor 50 g Salbe/ 3% Progesteron für drei Wochen verteilt; 1 Woche Pause; Estriol nur bei Scheidentrockenheit - dann 0,3 mg täglich.

Haben Sie von diesem Ansatz schon gehört? Wenn ja, kennen Sie Produkte, die sich eigenen?

Wenn ja, was könnten Sie mir empfehlen / habe Donnerstag Termin bei der Frauenärztin und weiß noch nicht wie sie auf so ein Thema regagieren wird und möchte gut vorbereitet sein.

Danke für eine mögliche Antwort.

P.S: 47 Jahre alt/ 1,70 m groß 70 kg schwer;

Mit freundlichen Grüßen

 

 

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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24.06.2019, 07:41 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Dr. Lee war sicher seiner Zeit voraus, aber die Zeit bleibt nicht stehen!

Heute wär die Behandlung folgendermaßen durch zu führen. Vor dem Schlafengehen wir ein Hub Östradiol Gel aufgetragen und das Prog wird in Kapselform eingenommen oder in die Scheide eingelegt; es geht im Gegensatz zum Ö kaum durch die Haut!

Ihre Knochendichte sollte unbedingt dokumentiert sein!