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östrogendominanz bzw. progesteronmangel

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

25.07.2009 | 02:53 Uhr

Hallo liebe Experten,

auch ich wende mich mit einem Problem an Sie, weil ich am Verzweifeln bin.

Ganz kurz zu meiner Krankheitsgeschichte:

Ich war als Kind immer schlank bis ca. 16 Jahre, dann nahm ich zu. Da es zu lange her ist, weiß ich nicht genau, ob es an falscher Ernährung lag oder an den Hormonen (wobei in meiner Familie schon Übergewichtige dominieren). Aber ich musste dann sehr aufpassen und konnte trotz Sport nur wenig essen, ohne weiter zuzunehmen. Ich war nicht richtig übergewichtig, aber doch etwas kräftig. Dann wurde ich mit 26 schwanger, schon während der ersten Monate Schwangerschaft bemerkte ich, dass ich plötzlich normal essen konnte, ohne zuzunehmen. Nach der Schwangerschaft und dem Stillen hatte ich keinerlei Probleme, mein Gewicht zu halten, da ich wie immer Sport machte. Aber ich konnte plötzlich mehr essen als vorher und blieb schlank. Nach dem zweiten Kind hielt das noch ca. 5 Jahre an. Mit ca. 34 Jahren ungefähr begann das Dilemma dann wieder von vorne. Ich gebe daher insgesamt nicht meiner Ernährung, sondern eher meinen Hormonen die Schuld. Die Schilddrüsenwerte sind bei mir in Ordnung und unter ständiger Kontrolle, ich nehme Novothyral, weil ich eine Unterfunktion hatte. Jedoch bringt diese Tablette gegen das Problem nichts, ich nehme trotzdem zu, obwohl mein Wert eher bei einer Überfunktion liegt.

Nun habe ich, nachdem sich mein Frauenarzt weigerte, meine Blutwerte zu testen, und mir sagte: das ist in ihrem Alter halt so, habe ich auf eigene Faust recherchiert und bin auf das Thema Östrogendominanz und Progesteronmangel gestoßen. Da ich auch an Mastopathie leide und sonst sämtliche Symptome der Östrogendominanz auf mich zutreffen (wirklich jedes davon habe ich), möchte ich Sie nun fragen, zu was sie mir raten. Mein Zyklus ist kurz (22 Tage) mit heftigen Blutungen und Schmerzen. Ich habe vor allem um die Bauchmitte zugenommen, leide unter Haarausfall und Wasseransammlungen sowie frühzeitigen Falten. Mein Frauenarzt verschrieb mir Norethisteron (ohne die Blutwerte zu kennen), was ich bisher aber noch nicht genommen habe, da er es mir zu wenig erklärt hatte. Ich dachte eher, das wäre irgendein Hormon und wollte es nicht einfach so nehmen, zumal er ja gar nicht weiß, welches Hormon mir genau fehlt.

Ich habe von Mönchspfeffer gehört oder Progestogel, aber es ist alles ziemlich verworren, weil man ja nicht genau weiß, ob man trotzdem Östrogen zum Progesteron nehmen soll u.s.w. Bitte helfen Sie mir, da ich schon ziemlich verzweifelt bin. Ich habe innerhalb eines halben Jahres 10 kg zugenommen (bin jetzt 40) und es ist trotz regelmäßigem Sport und sehr sehr mäßigem Essen kein Ende der Zunahme abzusehen. Ich dürfte vielleicht 500 kcal am Tag zu mir nehmen, damit es auf vielleicht nicht mehr der Fall ist. Da spielt aber mein Zuckerspiegel nicht mit, mir wird dann schwindlig und schlecht. Mein Lebensgefühl ist schon am Boden und ich befürchte, eine Depression zu bekommen, Mein Essverhalten ist ungesund, von regelmäßigen ausgewogenen Essen kann man hier nicht mehr sprechen, da das bei der Kalorienzahl einfach nicht geht.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!!

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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05.08.2009, 08:33 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Es braucht 3 Monate bis die Schilddrüse genügend Selen gespeichert hat! Also die Wirkung tritt sehr langsam ein und damit die Normalisierung des T3!
Hormonbest. sind nicht (mehr) teuer! Vielleicht kennt sich Ihr Arzt damit auch nicht aus oder er hat Angst vor Überschreitung des Budgets.
Sie selbst müssen entscheiden, ob Sie den Weg mit ihm weitergehen wollen; da kann ich von hier aus nicht helfen!
Alles Gute!