Nach 5 Jahren HRT-Reduzierung um 1/3 Ende Dezember nun Blutung!

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

08.02.2019 | 13:46 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet,

ich bin gerade einigermaßen erschrocken. Vor 3 Jahre entschied ich zusammen mit meinem Frauenarzt, die HRT täglich einzunehmen statt mit Pausenwoche. Dadurch hatte ich seitdem keine Blutung mehr. Bis heute ...

Zu mir, 55 Jahre, 160 cm, 54 Kg, Blutwerte und Blutdruck top.

In den letzten 2 Jahren hatte ich (jetzt weiß ich, ich hätte es nicht tun sollen!) zu den 2 Rimkuskapseln (0,5 Östradiol, 100 Progesteron) zusätzlich 1-2 Hübe Gynokadin plus 1 Famenita genommen. Da meine Myome weiter gewachsen sind und mir Gebärmutterentfernung empfohlen wurde, reduzierte ich Ende Dezember und nehme seitdem die 2 Rimkus Kapseln, also 1 mg Östrogen und 200 Progesteron.

Ich weiß jetzt, dass ich "schuld" an den Wachstum meiner Myome bin und habe gehofft, dass sie durch die Reduzierung etwas kleiner werden. Gestern hatte ich Ultraschall bei meiner neuen Frauenärztin und in der Tag waren ihre Messungen etwas weniger als die von meinem bisherigen Frauenarzt, aber jeder mißt ja anders.

Ich habe durch die Myome keine Beschwerden. Seit der Reduzierung der Hormone merkte ich (erst in den letzten 3 Wochen) etwas "Aktivität" in meinem Unterleib, pieksen an beiden Seiten, wo die Eierstocke sind. Gestern Abend hatte ich leichte Unterbauchschmerzen, genau als "damals", als ich die Blutung noch hatte und sich diese ankündigte. Und jetzt blute ich, bis jetzt nicht sehr stark, rotes Blut.

Ich bin erschrocken, weil Blutungen nach den Wechseljahren auf Krebs deuten können. Die Frage ist, ob ich "nach" den Wechseljahren bin oder noch drin, und ob die Blutung vielleicht etwas mit der Reduzierung der Hormone zu tun hat ...

Meine Frauenärztin kann ich erst am Montag erreichen, bis dahin weiß ich nicht, was ich tun soll.

Herr Dr. Bohnet, könnten Sie mir einen Rat geben? Was soll ich tun?

Danke im Voraus, freundliche Grüße!

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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09.02.2019, 12:45 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Oh, da ist der Schuss total nach hinten los gegangen. Viele Frauen haben Angst vor Hormone und dann andere, die sie übermäßig anwenden, auch in einer Form, welche nicht wissenschaftlich untersucht ist und von der Fachgesellschaft abgelehnt wird!

Mit 55 sind Sie in der Postmenopause, d.h. die Eierstöcke dürften komplett erloschen sein! Ich würde alles ca. 1 Wo absetzen und dann eine klassische 100.000 mal bewährte Therapie durchführen: 1 Hub Gel vor dem Schlafengehen und eine Kaps. Prog. mit 200 mg. Erwähnen muss ich, dass es meist  ein Problem gibt, wenn man von einer (sooooo!) hohen Dosis auf eine "normale" zurück geht!

Ab sicherheitshalber eine Ausschabunt vorgenommen werden muss, muss ein Arzt vor Ort entscheiden! Ich würde aus der Ferne dazu raten!

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09.02.2019, 14:01 Uhr
Antwort

Herzlichen Dank für Ihre Antwort! Dann werde ich nächste Woche mit meiner Frauenärztin sprechen. Am Donnerstag habe ich ein MRT vom Becken, weil die OP noch im Raum steht, allerdings wollten wir erstmal 3 Monat die Myome beobachten bzw in 3 Monaten wieder messen. Ich hatte ja bis gestern keinerlei Beschwerden gehabt.

Die Blutung war eine einzelne, habe seitdem es gestern passiert ist, keinen weiteren Tropf verloren. PAP-Abstric der letzte im November, war wie bisher unauffällig.

Nochmals Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

Experte-Bohnet
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10.02.2019, 01:24 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Innerhalb von 3 Monaten verändern sich Myome kaum! Das dauert meist doch viel länger, es sei denn es ist irgendetwas Bösartiges; aber ich will Ihnen keine Angst machen!